Digitales Klassenzimmer: Lernen und Lehren für die Zukunft

Die digitalisierte Welt bietet Schülerinnen und Schülern neue und effektive Möglichkeiten des Lernens. Ganz nebenbei gewöhnen sie sich frühzeitig an den Umgang mit modernen Technologien. Das digitale Klassenzimmer bietet hierfür eine ideale Lern- sowie Lehrumgebung und kann die Heranwachsenden auf die Anforderungen der Zukunft vorbereiten. Damit das gelingt, müssen Lehrkräfte befähigt und die notwendige technische Ausstattung verfügbar sein.

Was ist das digitale Klassenzimmer?

Das digitale Klassenzimmer ist ein Lernraum, in dem gezielt digitale Medien und Technologien eingesetzt werden. Das beginnt bei der Ausrüstung mit Tablets oder Laptops sowie interaktiven Whiteboards.

Weiterhin umfasst das Konzept:

  • Pädagogische Software und Lernplattformen
  • Schnelle Internetanschlüsse
  • Innovative Anwendungen wie Virtual Reality (VR)

Ziel ist es, Kindern und jungen Erwachsenen wichtige Fähigkeiten für die digitale Zukunft mitzugeben, Kreativität und Eigenständigkeit zu fördern und Lehrkräften neue didaktische Möglichkeiten zu eröffnen.

Fördermittel aus dem Digitalpakt

Digitalisierung kann teuer sein. Daher stehen Fördermittel zur Verfügung, um die technische und didaktische Entwicklung von Klassenzimmern voranzutreiben – von der Grundschule bis zur Universität. Geregelt ist die Förderung im Digitalpakt Schule (2019–2024) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie dem Digitalpakt 2.0 (2025–2030).

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Neue Wege für zukunftsweisendes Lernen

Der klassische Frontalunterricht mit Lehrenden an der Tafel und Schülern in Bankreihen wird den Bedürfnissen einer zunehmend vernetzten Gesellschaft kaum mehr gerecht. Stattdessen rücken digitale Unterrichtsmethoden und interaktive Lernumgebungen in den Fokus – das sogenannte „digitale Klassenzimmer“. Hier wird Schülerinnen und Schülern praxisnah der verantwortungsvolle Umgang mit moderner Technik vermittelt. Gleichzeitig werden Lehrkräfte im Unterricht unterstützt.

Spätestens mit den Schulschließungen während der COVID-19-Pandemie erhielten digitale Unterrichtslösungen einen entscheidenden Schub. Es offenbarten sich aber auch gravierende Unterschiede in der Ausstattung und Medienkompetenz verschiedener Bildungseinrichtungen. Dabei liegen die Vorteile des zukunftsweisenden Lehr- und Lernkonzepts auf der Hand.

Hohe Lerneffizienz durch individuelles und interaktives Lernen

Für digitale Lernmethoden spricht, dass sie sich schnell einführen lassen – wenn drei Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Der Wille, diese in Unterrichtskonzepte zu integrieren
  • Eine grundlegende Medienkompetenz der Lehrkraft
  • Die Bereitschaft, in die technische Ausstattung zu investieren

So können Lehrende den Unterricht durch den Einsatz digitaler Whiteboards, Tablets und Laptops dynamischer gestalten und Schülerinnen und Schüler aktiv in den Lernprozess einbeziehen. Interaktive Elemente wie Simulationen und Lernspiele machen den Unterricht interessanter und helfen, komplexe Sachverhalte besser zu verstehen.

Ein weiterer Vorteil: Digitale Unterrichtsmethoden ermöglichen individualisiertes Lernen. Lernmanagementsysteme (LMS) geben Lehrerkräften die Möglichkeit, den Unterricht an die individuellen Bedürfnisse und Lerngeschwindigkeiten der Schülerinnen und Schüler anzupassen. Diese können in ihrem eigenen Tempo arbeiten, bei Bedarf zusätzliche Unterstützung oder herausforderndere Aufgaben erhalten, um ihr Potenzial voll auszuschöpfen.

Eine junge Person sitzt an einem Tisch und benutzt ein Tablet, während eine weitere Person unterstützend danebensteht.
stock.adobe.com/Jacob Lund

Die Studienlage

Bereits 2017 zeigte die Umfrage „Monitor Digitale Bildung“ der Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit dem mmb Institut die positiven Auswirkungen digitalen Unterrichts. Darin gaben 96 Prozent der befragten Lehrkräfte an, dass sich durch digitales Lernen die Lernergebnisse verbesserten. Unter den Schülerinnen und Schülern äußerten 75 Prozent, dass sie motivierter sind, wenn sie Programme zur kreativen Arbeit nutzen dürfen. Beispielsweise um Videos, Musik, einen Podcast oder eine Präsentation selbst zu erstellen. Ein positiver Nebeneffekt: Sie erlernen dabei auch den Umgang mit kreativen Tools.

Zu einem nahezu identischen Ergebnis kommt der Studienbericht „Digitale Schule 2025“ des Branchenverbands Bitkom:

  • 75 Prozent der Schülerinnen und Schüler gaben an, sich durch den Einsatz digitaler Lernmedien im Unterricht motivierter zu fühlen.
  • 88 Prozent wünschen sich mehr digitale Lernmedien.
  • 39 Prozent empfanden die digitale Ausstattung an ihrer Schule als unzureichend.

KI im Unterricht

Auch zum Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) an Schulen gibt es erste Untersuchungen. Diese hat der „OECD Digital Education Outlook 2026“ analysiert. Das Ergebnis: Generative KI kann das Lernen unterstützen, wenn sie von klaren Lehrprinzipien begleitet wird. Wird sie hingegen ohne adäquate pädagogische Anleitung eingesetzt, erzielen Schülerinnen und Schüler laut Studie zwar bessere Ergebnisse, ein echter Lernerfolg bleibt jedoch aus.

Mit dem digitalen Klassenzimmer Grenzen überwinden

Ein weiterer Pluspunkt ist die Möglichkeit zur flexiblen Wissensvermittlung. Über Online-Lernplattformen, Videokonferenzen und Tools zum gemeinsamen Arbeiten können Lehrende und Lernende nicht nur zeit- und ortsunabhängig zusammenarbeiten, sondern auch barrierefrei. Denn im Vergleich zu Tafel, Stift und Schulheft können digitale Medien individuell auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingestellt werden. Das gilt für unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, wie auch für Sprache/Ton, Farben oder Schriftgrößen. Hinzu kommt: Das digitale Klassenzimmer erleichtert Schülern die Zusammenarbeit bei Gruppenprojekten.

Es hebt auch das Prinzip der visuellen Wissensvermittlung auf ein neues Level. So ermöglicht beispielsweise der Einsatz von VR-Brillen an Schulen virtuelle Führungen durch Museen oder auch den menschlichen Körper und bietet somit revolutionäre Lernerfahrungen. Die Kinder und Jugendlichen können praktisch unerreichbare Orte wie den Meeresboden besuchen. Dabei tauchen sie in virtuelle Umgebungen ein und erleben komplexe Konzepte auf eine realistische und fesselnde Weise. Komplexe Lerninhalte werden greifbar, ein tieferes Lernverständnis ist das Ergebnis.

Ein Lehrer mit Brille steht vor einer Klasse und erklärt an einem Smartboard mit Diagrammen und Texten. Kinder sitzen an Tischen.
stock.adobe.com/Gorodenkoff

Digitale Lehrmittel und Lernplattformen für höchste Aktualität

Aktualität ist eine wichtige Voraussetzung, um Schülerinnen und Schülern die notwendige digitale Medienkompetenz zu vermitteln. Dabei sollen Lernende das Verständnis, die Fähigkeiten und eine ethische Kompetenz entwickeln, um Medien, Technologien und Inhalte kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen, zu bewerten und zu erstellen. Durch gemeinsame Recherchen und das Vergleichen aktueller und veralteter Erkenntnisse lernen sie Medieninhalte zu hinterfragen, Quellen zu überprüfen und bewusst mit digitalen Plattformen umzugehen.

Digitale Schule hat noch viel Wachstumspotenzial

Laut der Erhebung „Deutsches Schulbarometer 2026“ im Auftrag der Robert Bosch Stiftung, sehen nur 5 Prozent der Lehrkräfte Digitalisierung allgemein als aktuell größte Herausforderung. Gleichzeitig wünschen sich 35 Prozent mehr Fortbildungen zu digitalen Medien für den Unterricht. Zur Nutzung von KI sehen 52 Prozent Fortbildungsbedarf.

Schülerinnen und Schüler sehen bei den Digitalkompetenzen der Lehrkräfte ebenfalls Verbesserungsbedarf. In der oben erwähnten Bitkom-Studie bewerten die 505 Befragten die Fähigkeiten des Lehrpersonals, digitale Geräte und Medien im Unterricht einzusetzen, nur mit der Durchschnittsnote 2,9 (befriedigend).

Die richtige digitale Ausstattung ist entscheidend

Um digitale Lehrmethoden einzubinden, braucht es technische Grundvoraussetzungen. Die Ausstattung an Schulen hat sich in den Jahren 2020 bis 2024 laut Forsa-Umfragen im Auftrag des Verbands Bildung und Erziehung e. V. (VBE) unter Schulleiterinnen und Schulleitern verbessert.

So gaben 2020 noch 63 Prozent an, keine Klassensätze an Laptops, Tablets und Smartphones zu haben, in den Jahren 2023 und 2024 hingegen waren es nur noch 10 Prozent. Das bedeutet aber im Umkehrschluss nicht, dass die restlichen Bildungseinrichtungen voll ausgestattet sind.

Klassensätze für alle Klassen besaßen im Jahr 2024 nur 14 Prozent. 76 Prozent gaben 2024 an, zumindest für einige Klassen vollständige Gerätesätze angeschafft zu haben.

Auch die Bitkom-Studie „Digitale Schule“ bestätigt, dass es Schulen noch zu stark an digitaler Technik fehlt. Für 49 Prozent der befragten Schülerinnen und Schüler ist die schlechte technische Ausstattung eines der dringlichsten Probleme. Nur schlechtes oder gar kein WLAN wird mit 59 Prozent als ein noch größeres Problem eingeschätzt.

Unabhängig davon, ob Sie alle Klassen ausstatten oder zunächst nur mit einigen Lernräumen starten möchten, MediaMarktSaturn Business steht als zuverlässiger und unabhängiger Partner an Ihrer Seite.

Technik für das digitale Klassenzimmer: Die Grundausstattung im Überblick

SchülerInnen lernen an iMacs in einer Bibliothek unter Lehraufsicht.
stock.adobe.com/Rawpixel

Die Basis jedes digitalen Klassenzimmers ist eine zeitgemäße technische Infrastruktur. Ohne diese Grundlage kann digitales Lernen nicht funktionieren. Folgende Komponenten gehören dazu:

  • Eine stabile, leistungsstarke Netzwerkverbindung mit WLAN
  • Digitale Präsentationsgeräte wie interaktive Whiteboards oder Beamer
  • Endgeräte für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte (Tablets, Laptops)
  • Eine digitale Lernplattform oder ein Lernmanagementsystem
  • Passende Software und digitale Lernmaterialien
  • Ein zuverlässiges Mobile Device Management (MDM) zur Geräteverwaltung

Chancen und Möglichkeiten des digitalen Klassenzimmers

Damit der Unterricht interessanter, kreativer und lehrreicher gestaltet werden kann, bedarf es effektiver Programme und Lehrsoftware. Nachfolgend eine Übersicht bewährter Tools (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Kollaboration: Mit Microsoft-Office-Programmen lassen sich Präsentationen, Texte, Statistiken oder auch Tabellen erstellen und gemeinsam bearbeiten.
  • Kreativität: „Stop Motion Studio“ ist eine Software, um simple Trickfilme zu kreieren. Mit der App „Book Creator“ erstellen Schüler eigene digitale Bücher.
  • Programmierung: Mit der simplifizierten Programmiersprache „Scratch“ entwickeln Schüler ein Verständnis für objektbasierte Programmierung.
  • Lernmaterialien: Interaktive Lern-Apps wie „BookWidgets“ ermöglichen das Erstellen eigener Übungen. Dabei reicht die Bandbreite vom einfachen Arbeitsblatt über Kreuzworträtsel und mathematische Aufgaben, bis hin zu Suchbildern und Notenblätter mit interaktiver Klaviatur.
  • Spiele: Spiele wie „Classcraft“ fesseln und motivieren, indem sie den Lernfortschritt der Schüler in Erfolge innerhalb des Spiels integrieren. So bekommt die eigene Spielfigur beispielsweise eine bessere Ausrüstung, um im Spiel erfolgreicher agieren zu können. Diese Integration spieltypischer Elemente nennt sich „Gamification“. Dadurch wird das Lernen unterhaltsamer und sinnhafter.
  • Virtual Reality (VR): Bei Virtual Reality begibt sich der Benutzer direkt in eine virtuelle Umgebung. Das kann zum Beispiel ein 360°-Rundgang durch den Bundestag sein. Zum Rundgang durch den Bundestag
  • Augmented Reality (AR): Bei Augmented Reality (erweiterte Realität) fängt die Kamera eines Smartphones oder eines Tablets das Bild der Umgebung ein. Eine App erweitert dann die reale Umgebung um die gewünschten Effekte. Die Geschichts-App „WDR AR 1933-1945“ des Westdeutschen Rundfunks beispielsweise macht Geschichtsunterricht lebendig. Die App für iOS und Android holt Zeitzeugen ins Klassenzimmer und versetzt Schülerinnen und Schüler virtuell ins brennende London oder an den Zaun des Konzentrationslagers Bergen-Belsen.

Zum App-Download für iOS

Zum App-Download für Android

  • Sicherheit und Verwaltung: Für die einheitliche Administration digitaler Geräte gibt es Mobile-Device-Management-Lösungen (MDM) wie beispielsweise das des MediaMarktSaturn Business-Partners Relution. Sie ermöglichen die zentrale Verwaltung und Absicherung der mobilen Endgeräte im Klassenzimmer.

Zu Mobile Device Management (MDM)

Zur Relution MDM-Lösung

MediaMarktSaturn Business: Der Digitalisierungspartner an Ihrer Seite

Blick in einen Klassenraum an der LIS mit Smartboard. Schüler nutzen Notebooks im Unterricht.

Es gibt einiges zu beachten, wenn die technische Ausstattung einer Schule auf den neuesten Stand gebracht werden soll. Das Geschäftskundenteam von MediaMarktSaturn Business berät Sie unabhängig bei der konkreten Auswahl der Technik. Auf Wunsch erhalten Sie zudem Unterstützung bei der Einrichtung der neuen Systeme.

Wie das Zusammenspiel funktioniert, kann die Leipzig International School (LIS) berichten. MediaMarktSaturn Business beschaffte Smartboards für die Schule. Die gesamte Service-Kette von Beratung, Leihgeräten zu Testzwecken sowie die Anschaffung und Installation von Smartboards überzeugte die LIS, sodass es zu einer Erweiterung der Zusammenarbeit kam.

Dabei wurden schnell und zuverlässig 350 iPads für die Schule bereitgestellt – inklusive Cases, aufgebrachten Schutzgläsern und einem Logo-Branding der LIS. Zudem wechselte die LIS zur MDM-Lösung des MediaMarktSaturn Business-Partners Relution.

Alle Details zu dieser Erfolgsgeschichte finden Sie hier: Zum Referenzkunden Leipzig International School (LIS)

Sicherheitsaspekte bei der Nutzung digitaler Lernsysteme

Bei aller Euphorie über die Möglichkeiten der Digitalisierung dürfen Sicherheitsaspekte nicht vernachlässigt werden. Da digitale Technologien und Software oft sensible Daten verwalten, müssen diese angemessen geschützt und darüber hinaus die Privatsphäre der Schülerinnen und Schüler respektiert werden.

Moderne Lernmanagementsysteme stellen dies zwar häufig sicher. Dennoch ist es wichtig, dass die Lehrkräfte und verantwortliche Administratoren einerseits diese Sicherheit gewährleisten und andererseits auch die Zeit bekommen, die Aufgabe wahrzunehmen.

Die erwähnten Studien unterstreichen, wie wichtig Fortbildungen des Lehrkörpers für den Lernerfolg sind. Generell sollte das Lehrerkollegium in Bezug auf digitale Technik, Medienkompetenz und didaktische Konzepte stetig geschult werden. Dann arbeiten Lehrende und Lernende mit Begeisterung im digitalen Klassenzimmer und ziehen aus digitalen Medien den größtmöglichen Nutzen.

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