Digitale Schule hat noch viel Wachstumspotenzial
Laut der Erhebung „Deutsches Schulbarometer 2026“ im Auftrag der Robert Bosch Stiftung, sehen nur 5 Prozent der Lehrkräfte Digitalisierung allgemein als aktuell größte Herausforderung. Gleichzeitig wünschen sich 35 Prozent mehr Fortbildungen zu digitalen Medien für den Unterricht. Zur Nutzung von KI sehen 52 Prozent Fortbildungsbedarf.
Schülerinnen und Schüler sehen bei den Digitalkompetenzen der Lehrkräfte ebenfalls Verbesserungsbedarf. In der oben erwähnten Bitkom-Studie bewerten die 505 Befragten die Fähigkeiten des Lehrpersonals, digitale Geräte und Medien im Unterricht einzusetzen, nur mit der Durchschnittsnote 2,9 (befriedigend).
Die richtige digitale Ausstattung ist entscheidend
Um digitale Lehrmethoden einzubinden, braucht es technische Grundvoraussetzungen. Die Ausstattung an Schulen hat sich in den Jahren 2020 bis 2024 laut Forsa-Umfragen im Auftrag des Verbands Bildung und Erziehung e. V. (VBE) unter Schulleiterinnen und Schulleitern verbessert.
So gaben 2020 noch 63 Prozent an, keine Klassensätze an Laptops, Tablets und Smartphones zu haben, in den Jahren 2023 und 2024 hingegen waren es nur noch 10 Prozent. Das bedeutet aber im Umkehrschluss nicht, dass die restlichen Bildungseinrichtungen voll ausgestattet sind.
Klassensätze für alle Klassen besaßen im Jahr 2024 nur 14 Prozent. 76 Prozent gaben 2024 an, zumindest für einige Klassen vollständige Gerätesätze angeschafft zu haben.