Mit Klimaanlage heizen: Wie es funktioniert und worauf du achten musst
Inhalt
- Mit einer Klimaanlage heizen: Das Wichtigste im Überblick
- Was bedeutet Heizen mit Klimaanlage?
- So funktioniert das Heizen mit einer Klimaanlage
- Welche Kosten entstehen beim Heizen mit einer Klimaanlage?
- Vorteile und Nachteile beim Heizen mit einer Klimaanlage
- Fazit: Lohnt sich das Heizen mit einer Klimaanlage?
- Mit einer Klimaanlage heizen: Häufig gestellte Fragen beantwortet

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Moderne Klimaanlagen können mehr als nur kühlen. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du mit einer Klimaanlage heizen kannst, welche Vor- und Nachteile das hat und worauf du achten solltest.
Zur Autorin: Laura befasst sich für ihr Eigenheim mit smarten Heiz- und Kühllösungen. Für TURN ON schreibt sie seit 2025 über Technik und begeistert sich vor allem für die Bereiche Entertainment, Smartphones und Wearables.
Transparenzhinweis: Dieser Ratgeber beruht auf einem KI-erzeugten Textentwurf, den unsere Redakteurin Laura auf faktische Korrektheit geprüft und überarbeitet hat.
Mit einer Klimaanlage heizen: Das Wichtigste im Überblick
Mit der richtigen Ausstattung kannst du mit einer Klimaanlage heizen. Das klingt zunächst ungewöhnlich, ist aber eine interessante Option. Mit unseren Tipps nutzt du diese Heizvariante effektiv und kostengünstig. Hier erfährst du kurz das Wichtigste dazu:
- Nicht jede Klimaanlage hat eine Heizfunktion, du benötigst ein Gerät mit einem sogenannten reversiblen Kältemittelkreislauf.
- Bei Außentemperaturen über 5 °C können die Stromkosten bestimmter Klimageräte niedriger ausfallen als bei stärkerem Frost. Das hängt vom Modell, seinem SCOP-Wert, dem Strompreis und den Betriebsbedingungen ab.
- Weitere Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Heizarten sind das schnelle Aufheizen der Räume sowie die häufig eingebauten Luftfilter.
- Die Kosten hängen von mehreren Faktoren ab, etwa der Leistung des Geräts, der Größe eines Raums sowie von der gewünschten Nutzungsdauer und vom Strompreis.
- Eine Klimaanlage ist kein vollständiger Ersatz für eine Zentralheizung, denn Klimaanlagen erwärmen nur die Raumluft, kein Wasser.
Was bedeutet Heizen mit Klimaanlage?
In ihrer Grundfunktion saugen Klimaanlagen warme Raumluft an und geben sie gekühlt wieder ab. Die Wärme entweicht nach außen. Beim Heizen kehrt sich der Prozess um: Wie bei einer Wärmepumpe (Klimaanlagen sind sogenannte Luft-Luft-Wärmepumpen) ziehen Ventilatoren die Außenluft an. Dieser Außenluft entziehen die Klimaanlagen die Wärme und geben sie in den Raum ab.
So funktioniert das Heizen mit einer Klimaanlage
Wenn eine Klimaanlage heizt, entzieht sie der Außenluft Wärme und gibt sie an die Räume ab. Das Prinzip lässt sich vereinfacht wie folgt erklären:
- Die Außeneinheit bzw. der Schlauch nach außen nimmt durch einen Ventilator Außenluft auf.
- Die Außenluft fließt zum Verdampfer, wo das (flüssige) Kältemittel zirkuliert – durch den Kontakt mit der Außenluft verdampft das Kältemittel.
- Das verdampfte Kältemittel wird zum Verdichter transportiert, der diesen Dampf komprimiert – dabei entsteht Wärme.
- Diese Wärme wird über den Verflüssiger im Innengerät der Klimaanlage an die Raumluft abgegeben.
- Dabei verflüssigt sich das Kältemittel wieder – und der Kreislauf kann von vorn beginnen.
Monoblock oder Split-Gerät: Welche Klimageräte eignen sich zum Heizen?
Bei der Bauweise von Klimaanlagen wird zwischen Split-Geräten, Monoblock-Geräten und zentralen Anlagen unterschieden.
Damit eine Klimaanlage auch heizen kann, braucht sie einen sogenannten reversiblen, also umkehrbaren Kältemittelkreislauf. Inzwischen sind Klimaanlagen aller Bauweisen mit einer solchen Funktion erhältlich, jedoch gibt es Unterschiede.
- Split-Klimaanlagen bestehen aus einer Außeneinheit und einer oder mehreren Inneneinheiten für verschiedene Räume. Sie können beim Heizen Vorteile gegenüber mobilen Monoblock-Geräten haben, weil die Außeneinheit keinen Abluftschlauch durch ein geöffnetes Fenster benötigt. Die tatsächliche Heizleistung und der Stromverbrauch hängen vom jeweiligen Modell und den Betriebsbedingungen ab.
- Mobile Monoblock-Klimageräte mit Heizfunktion sind meist weniger effizient, da sie die kalte Luft über einen Abluftschlauch nach draußen transportieren. Legst du diesen Schlauch durch ein Fenster nach draußen, kann es passieren, dass kalte Luft in den Raum gelangt. In unserem Ratgeber Klimaanlage ohne Außengerät: Welche Möglichkeiten gibt es? erfährst du noch mehr über Monoblock-Geräte.
Das Heizen mit einer mobilen Klimaanlage kann insbesondere bei großen Räumen, schlecht abgedichteten Fenstern oder niedrigen Außentemperaturen unwirtschaftlich sein. Für ein einigermaßen gutes Ergebnis müsstest du viele Voraussetzungen erfüllen: der Fensterspalt für die Abluft muss perfekt abgedichtet sein, das Zimmer darf aufgrund der geringeren Heizleistung nicht besonders groß sein und das Gebäude sollte über eine gute Dämmung verfügen. Anstatt mit einer mobilen Klimaanlage zu heizen, solltest du lieber über die Anschaffung eines Heizlüfters nachdenken, um kleinere Räume aufzuheizen.
Es gibt aber auch eine Mischform aus Split-Klimaanlagen und mobilen Geräten. Diese sogenannten mobilen Split-Klimaanlagen sind ein wenig besser zum Heizen geeignet als gewöhnliche mobile Klimaanlagen. Aufgrund der Außeneinheit können mobile Split-Klimaanlagen beim Heizen und Kühlen gegenüber mobilen Monoblock-Geräten Vorteile haben. Ob sie tatsächlich weniger Strom verbrauchen, hängt vom jeweiligen Modell und den Betriebsbedingungen ab.
Ein empfehlenswertes Gerät ist beispielsweise die Midea Porta Split-Klimaanlage, die über eine Heiz- sowie Kühlleistung von 3,5 Kilowatt verfügt. Sie eignet sich für Räume mit bis zu 42 Quadratmetern. Das ETM Testmagazin bewertet die Midea Porta Split im Test (07/2024) mit der Note „sehr gut“ (97,2 Prozent). Die Redaktion lobt die einfache Bedienung, die gute Kühl- und Heizleistung sowie die geringe Betriebslautstärke. Kritikpunkte nennt das Magazin nicht.
Ein Problem bleibt aber auch bei mobilen Split-Klimageräten bestehen: das teilweise geöffnete Fenster für den Abluftschlauch. Durch den geöffneten Fensterspalt kann kalte Außenluft in den Raum gelangen. Dadurch steigt der Heizbedarf und der Stromverbrauch kann gegenüber einer fachgerecht abgedichteten Installation höher ausfallen.

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Heizen mit einer Klimaanlage vs. herkömmliche Heizsysteme
Klimaanlagen geben die Wärme direkt an die Raumluft ab und können einen einzelnen Raum dadurch schnell erwärmen. Wie schnell die gewünschte Raumtemperatur erreicht wird, hängt unter anderem von Heizleistung, Raumgröße und Dämmung ab. Ein weiterer Pluspunkt: Viele Modelle verbessern zusätzlich die Luftqualität durch eingebaute Filter. Anders als bei Gas-, Öl- oder Fernwärmeheizungen kannst du mit einer Klimaanlage im Sommer außerdem auch kühlen.
Eine Klimaanlage mit Heizfunktion nutzt Außenluft als Wärmequelle. Wie hoch der Stromverbrauch beim Heizen ausfällt, hängt unter anderem vom SCOP-Wert, der Außentemperatur, der Raumgröße und der Gebäudedämmung ab.
Bedenke jedoch: Eine Klimaanlage ersetzt keine zentrale Heizungsanlage, weil sie kein Wasser erwärmen kann. Für Warmwasser brauchst du also eine andere Lösung.
Der direkte Vergleich im Überblick:
- Klimaanlage: Sie kann – je nach Modell – sowohl heizen als auch kühlen, einzelne Räume schnell erwärmen, aber kein Warmwasser zur Verfügung stellen.
- Gas- oder Ölheizung: Sie heizt dein gesamtes Haus und liefert Warmwasser, hat aber keine Kühlfunktion.
- Fernwärme: Du bekommst meist Heizung und Warmwasser zentral für ganze, größere Gebäudekomplexe, aber keine Möglichkeit zu kühlen.
- Wärmepumpe: Du kannst – je nach Modell – heizen und kühlen, Warmwasser erzeugen, musst aber mit höheren Investitionskosten rechnen.
Welche Kosten entstehen beim Heizen mit einer Klimaanlage?
Die Kosten beim Heizen mit einer Klimaanlage lassen sich nicht pauschal benennen, denn sie hängen von vielen Faktoren ab:
- Geräteleistung und -effizienz
- gewünschte Temperatur und Nutzungsdauer
- Raumgröße und Dämmung
- Strompreis
Beispielrechnung: Bei einer angenommenen Heizleistung von 4,5 kW und einem vereinfachten Verhältnis von 4,0 zu 1 ergibt sich eine elektrische Leistungsaufnahme von rund 1,1 kW. Der tatsächliche Stromverbrauch hängt vom Betriebszustand ab.
Der SCOP-Wert (Seasonal Coefficient of Performance) gibt an, wie viel Wärme eine Klimaanlage im Verhältnis zum eingesetzten Strom bereitstellt. Ein SCOP-Wert von 4,0 bedeutet vereinfacht, dass die Anlage im zugrunde liegenden saisonalen Prüfverfahren aus 1 kWh elektrischer Energie durchschnittlich 4 kWh Heizwärme bereitstellt. Der tatsächliche Wert kann je nach Außentemperatur, Gebäude und Betriebsweise abweichen.
Bei einem Strompreis von 0,30 Euro/kWh und 10 Stunden Betrieb wären das rechnerisch etwa 11 kWh und bei 0,30 €/kWh etwa 3,30 € pro Tag.
Der Rechenweg lautet:
Stromverbrauch der Klimaanlage (in kWh) × tägliche Betriebsdauer (in Std.) × Strompreis (in Euro/kWh) = tägliche Kosten für den Betrieb (in Euro)
Wenn du dir eine Klimaanlage mit Heizfunktion neu anschaffen willst, vergiss nicht die Anschaffungskosten, ggf. Montage- und Inbetriebnahmekosten sowie die jährlichen Service- und Wartungskosten. Weitere Infos zur Wartung einer Klimaanlage findest du in unserem Ratgeber Wartung deiner Klimaanlage: Warum, wie oft und wie teuer?
Lass dich am besten von Fachpersonal beraten. Dabei bekommst du auch eine genauere Schätzung der Anschaffungs- und Stromkosten.
Ist Heizen mit einer Klimaanlage effizient?
Auch die Effizienz beim Heizen mit einer Klimaanlage hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Bei milden Außentemperaturen können Klimageräte je nach Modell niedrigere Stromkosten verursachen als bei stärkerem Frost. Maßgeblich sind der SCOP-Wert, die Heizleistung, die Raumtemperatur, die Dämmung und der Strompreis.
Die Leistungsdaten und Verbrauchswerte des jeweiligen Modells findest du im technischen Datenblatt und im EU-Energielabel, sofern ein solches für das Produkt vorgesehen ist
Möchtest du mit einer Klimaanlage in der gesamten kalten Jahreszeit heizen, kannst du beim Kauf bereits vorsorgen: Es gibt inzwischen Modelle, die speziell für Winterfrost und Minusgrade geeignet sind.
Neben der Außentemperatur sind weitere Faktoren entscheidend dafür, wie effizient das Heizen mit einer Klimaanlage ist:
- Leistung des Klimageräts sowie Energieeffizienz und der sogenannte SCOP-Wert (Seasonal Coefficient of Performance)
- individuelle Nutzungsdauer und gewünschte Raumtemperatur
- Größe des Raumes sowie Wärmedämmung des Hauses

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Heizkosten sparen: Tipps zum effizienten Heizen mit einer Klimaanlage
Diese Faktoren können die Heizkosten einer Klimaanlage beeinflussen:
- Split-Geräte: Können gegenüber mobilen Geräten einen niedrigeren Stromverbrauch aufweisen, wenn sie passend dimensioniert und korrekt installiert sind. Ob sich die höheren Anschaffungskosten amortisieren, hängt unter anderem von Heizbedarf, Strompreis, Nutzungsdauer, Wartung und Modell ab.
- Heize gezielt: Nutze die Klimaanlage in der Übergangszeit oder ergänzend zur bestehenden Heizung.
- Nutze Solarstrom: Mit selbst erzeugtem Solarstrom können sich die variablen Stromkosten des Heizbetriebs reduzieren. Wie hoch die Kostenersparnis ausfällt, hängt vom Eigenverbrauchsanteil, Strompreis und Betriebszeitpunkt ab.
Allgemeine Tipps zum energiesparenden Heizen findest du in unserem Ratgeber Heizkosten sparen: 7 Tipps für ein warmes Zuhause.
Vorteile und Nachteile beim Heizen mit einer Klimaanlage
Eine Klimaanlage zum Heizen und Kühlen hat verschiedene Vor- und Nachteile.
Vorteile
- Investition in nur ein Gerät zum Kühlen und Heizen
- verbesserte Luftqualität durch Filter (gegen Feinstaub, Allergene, Bakterien, Viren etc.)
- günstig, wenn du auf die richtigen Rahmenbedingungen achtest (Betriebskosten hängen stark von den Rahmenbedingungen ab)
- vor allem im Frühling und Herbst eine Alternative zur Zentralheizung
- besonders schnelles Erwärmen der Räume
Alternativ kannst du für den gelegentlichen Einsatz einen Heizlüfter nutzen. Empfehlenswerte Geräte findest du in unserem Beitrag Beste Heizlüfter: Tests & Vergleich.
Nachteile
- Betriebsgeräusche können störend sein, sind jedoch vergleichbar mit denen eines Kühlschranks
- Mauerdurchbruch notwendig (je nach Modell)
- je Raum ein Gerät erforderlich
- hohe Stromkosten bei unwirtschaftlichem Betrieb
- kein Ersatz für klassische Heizsysteme (kein Warmwasser)
- bei niedrigen Außentemperaturen können Heizleistung und Wirkungsgrad je nach Modell sinken; der Stromverbrauch kann steigen. Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers zum zulässigen Temperaturbereich und zum SCOP.
Fazit: Lohnt sich das Heizen mit einer Klimaanlage?
Mit der richtigen Klimaanlage kannst du heizen, vor allem in der Übergangszeit. Die Kosten bleiben überschaubar, wenn die Außentemperatur nicht zu niedrig ist und du ein geeignetes Split-Gerät verwendest.
In Kombination mit Solarstrom und als Ergänzung zu deiner bestehenden Heizung bietet sich das Heizen mit einer Klimaanlage als moderne, flexible Alternative zu herkömmlichen Heizarten an.
Wichtig zu wissen: Mit einer mobilen Klimaanlage zu heizen, lohnt sich kaum. Ihre Heizleistung ist in der Regel zu gering und die offenen Fensterspalte für den Ablaufschlauch senken die Effizienz. Ein Kompromiss aus Leistung und Mobilität sind mobile Split-Klimaanlangen. Sie sind in der Lage, kleinere Räume zu beheizen.
Für dauerhaft niedrige Temperaturen oder als Ersatz für eine Zentralheizung ist das Heizen mit einer Klimaanlage nicht geeignet.
